Diese Säugetiere besitzen eine rosafarbenen Haut und einen ausgeprägten Buckel, können ähnlich wie der graue Delfin bis zu 3 m lang werden, 125 kg wiegen und bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben. Die Tragzeit dauert zwischen 10 und 12 Monate. Bei der Geburt sind die Jungen ca. 70 – 80 Zentimeter lang. In ihrem röhrenförmigen Schnabel haben sie jeweils im Ober und Unterkiefer 48 – 7O kegelförmige Zähne, nach hinten jedoch backenzahnartig und abgeflacht. Der Amazonasdelfin lebt im wesentlichen von Fischen, Welsen, Weichtieren aber auch Schildkröten und Krebse. Mit den hinteren Zähnen kann die gepanzerte Schale somit, vor dem verschlucken, teilweise gekaut werden.
Seine zweite Besonderheit sind die kräftigen Tast- oder Spürhaare an der Mund und Nasengegend. Es sind ca. 50 auf der Oberseite des Schnabels und etwas weniger an der Unterseite. Sie sind vergleichbar mit den Schnurrbarthaaren einer Katze. Er benötigt sie zum Aufspüren seiner Beute im Bodenschlamm. Die Augen sind beim Amazonasdelfin gegenüber anderen FlussDelfinen größer und auch funktionstüchtig., aber immer noch kleiner als bei anderen Delfinarten die im Salzwasser leben. Trotzdem sieht er sehr schlecht, was nicht von Nachteil ist, da die Sicht im Brackwasser oder verschlickten Gebieten sowieso gleich Null ist. Dafür verfügt er über ein besonders wirkungsvolles Echoortungssystem.

Die rosafarbenen Delphine sind ein Emblem des kolumbianischen Ökotourismus, nicht nur aufgrund ihrer Schönheit und Eigenheit, sondern auch aufgrund der Legenden, welche ihnen zugeschrieben werden.
Die Legende besagt, dass ein eingeborener Soldat, wegen seiner Schönheit, von den Göttern beneidet wurde; aus diesem Grund verwandelten sie ihn in ein Delfin. Es wird erzählt, dass während der Feiern, der Delfin den Fluss verlässt, mit dem Ziel die schönste, weißgekleidete und einen Strohhut tragende Frau zu verführen, ohne dass diese Frau seinen Verzauberungen widerstehen kann und lädt sie zum Rand des Flusses ein. Am folgenden Morgen, ohne Erinnerung an die Geschehnisse, entdeckt sie, dass sie schwanger ist.
Die Tradition welche dieses Tier umgibt ist so stark, dass die Frauen vermeiden, Nachts oder während der Menstruation zu baden, da sie der rosafarbene Delfin besuchen und schwängern könnte.
In einigen Fällen, kann man in der Geburtsurkunde der Menschen, mit unbekanntem Vater, den Eintrag: „Sohn/Tochter des Delfins „ vorfinden ;-)












